25.09.2017

Global Player wie Newcomer präsentieren Trendthema Additive Fertigung

Innovationen auf den Messeständen und beim DVS Congress

Die SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2017 wird als Weltleitmesse der Füge-, Schweiß- und Beschichtungstechnik alle vier Jahre zum Schauplatz für innovative Fertigungsverfahren. Die Additive Fertigung ist auch in diesem Jahr als einer der großen Trends zu nennen. In Branchen mit langen Produktlebenszyklen wie der Automobil-, Luftfahrt- und Schwermaschinenindustrie hat sich die additive Fertigung bereits durchgesetzt. Während einige Aussteller ihre Fachkompetenz anhand von Produktlösungen demonstrieren, bietet der DVS  – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. im Rahmen des DVS CONGRESSES Fachinformationen in Form von Vorträgen zu „Additive Manufacturing – Laserstrahl“ und „Additive Manufacturing – Lichtbogen“.

Die Additive Fertigung erfreut sich nicht nur in der Wirtschaft einer immer größeren Aufmerksamkeit, sondern auch in der Öffentlichkeit, Forschung und auf verbandlicher Ebene. Die Anwendungsfelder reichen bis hin zum Bereich Pharma und Medizin. Eine vom DVS beauftragte Wertschöpfungsstudie prognostiziert, dass der globale Umsatz in diesem Bereich bis 2023 auf 7,7 Milliarden Euro anwachsen wird. Die Fertigungsverfahren haben sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Auch die Anwendungsbereiche der additiven Fertigung etwa mittels Lichtbogentechnik sind in den letzten vier Jahren stetig gewachsen. Die Herstellung von großen und komplexen Strukturen sei ein Trend, der sich auch zukünftig fortsetzen werde, bestätigt Dr. Jörg Hildebrand von der Technischen Universität Ilmenau. Ein zweiter Trend bestehe in der Verarbeitung von unterschiedlichen Werkstoffen zu hybriden Strukturen.

Auf der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN stellen Global Player wie Newcomer ihre Innovationen zu dem Thema vor. In Halle 10, Stand E 54, zeigt beispielsweise die Firma Trumpf eine Maschine zur Oberflächenbehandlung per Auftragsschweißen. Beim Laserauftragsschweißen erzeugt der Laser ein Schmelzbad auf der Bauteiloberfläche, in das ein metallischer Zusatzwerkstoff in Pulverform kontinuierlich eingebracht und aufgeschmolzen wird. So entstehen miteinander verschweißte Raupen, die Strukturen an bestehenden Grundkörpern oder ganze Bauteile ergeben. Das Verfahren setzt der Aussteller auch zur Beschichtung und Reparatur ein.

GEFERTEC, Aussteller in Halle 9, Stand 9A04, entwickelt abseits von konventionellen Fertigungsmethoden ein neues Verfahren für die Herstellung von metallischen Bauteilen, das dem Designer, Ingenieur und Unternehmen einzigartige Möglichkeiten bietet. Die revolutionäre Produktionstechnologie des 3D-Metalldrucks bietet mit dem 3D-Metalldruckprozess die Vorteile des dreidimensionalen Drucks nun auch bei Metall.

Das Unternehmen Alexander Fliess in Halle 12, Stand 12D48, beschäftigt sich als Newcomer am Markt mit Additiver Fertigung mit der Kategorie „Komplettgestaltung“.

Am 28. September widmet der DVS CONGRESS im Congress Center Düsseldorf, CCD Ost (Saal M) zwei Sessions mit sechs Vorträgen dem Thema Additive Fertigung und bietet Raum für Gedankenaustausch.